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DAS ZAUBERHAFTE KIND TEIL 1
Einst war da ein Kind und es war frei. Tief in seinem Innersten fuhlte es das Lachen. Die Froehlichkeit und Spiel in natuerlicher Freude an der
Natur. Es war nicht Beunruhigt von Gedanken an das Jenseits. Schoenheit ,Liebe war alles was es sah.
Es wusste seine Kraft war die Kraft Gottes. Es war so sicher sie betrachten ihn als seltsam. Diese Kraft von Unschuld
,das Mitgefuehl , das Licht. Bedroht von Priestern und ein Schreck verursacht. In endlosen Wegen begehren sie aufzuloesen. Diese Mysterioese Macht mit der sie nicht Umgehen konnten.
In endlosen Wegen versuchten sie zu
Zerstoeren. Sein einfaches Vertrauen ,seine grenzenlose Freude. Seine unsichtbare Ruestung war ein Schild aus Glueckseligkeit. Nichts konnte es heranreichen ,kein Gift,kein Fauchen
Das Kind ist verharrt in einem Zustand
von Gnade. Es war nicht begrenzt in Zeit und Ort. In Farbfilm Träumen scherzte und spielte es, während seine Rolle es spielte, verweilte es in der Ewigkeit.
Wahrsager kommen und Schiksale werden erzaehlt. Einige waren
leidenschaftlich ,andere waren dreist .Im Anbrangern dieses Kindes, diesem perplexen Geschoepf. Mit dem Rest von dieser Welt, teilt er keine Besonderheit . Ist er real ? Er ist so befremdlich .
Seine unvorhersehbare Natur kennt keine Entfernung. Er verwirrt uns so ,ist er ehrlich? Was ist seine Vorhersehung? Was ist sein Schicksal?
Und obwohl sie fluestern und sich verschwoeren braucht es endlose Geruechte um
Ihn zu ermueden, um sein Wunder zu toeten,wird er beinahe zertrampelt. Sie verbrennen seinen Mut ,schueren seine Angst. Das Kind bleibt arglos ,aufrichtig...
Alles was er wollte war ein Berg so hoch, die Wolken faerben ,den Himmel bemalen. Jenseits der Grenze , wollte er fliegen . In dem Plan der Natur, niemals zu sterben .
Bitte stoppt dieses Kind nicht ,er ist der Vater der Menschen.Bitte kreuzt nicht seinen Weg,er ist ein Teil des Plans. Ich bin dieses Kind,und so auch Du! Du hast es nur vergessen, vergiss nicht den Schluessel .
Im innern Deines Herzen sitzt ein Seher. Zwischen seinen Gedanken kann er hoeren. Eine Melodie so einfach, aber wunderbar klar . Die Musik des Lebens ,so kostbar,so lieb .
Wenn Du fuer einen Moment wissen koenntest,
dieser Part von Schoepfung ,dieser vorzuegliche Glanz. Du wuerdest kommen ,und mit mir tanzen . Entfache das Feuer, so das wir es sehen koennen. All die Kinder auf der Erde. Ersinnen Ihre Magie ,und geben neues Leben.
Fuer eine Welt der Freude, sehr viel vernuenftiger.
Tief in Deinem Innern ,weisst Du es ist Wahr. Finde einfach dieses Kind ,es ist versteckt (verborgen) in Dir.
SCHWINGEN OHNE MICH
Es war im August, und ich sah zum Himmel empor. Mit einer Hand vor meinen Augen,machte ich einen drastischen Anstieg der Falken aus ueber die
Stroemungen von heißer wirbelnder Luft. Hoeher und hoeher schraubte es sie, mit einem überirdischen Kreischen, verschwand es.
Auf einmal fuehlte ich mich zurueck gelassen. "Warum hast Du dir Fluegel wachsen lassen ohne mich?" Ich trauerte. Dann sagte mein Geist : "Des Falken Weg ist nicht der einzige Weg. Deine Gedanken sind so frei wie
ein Vogel." Ich schließe meine Augen und mein Geist zog, spiralfoermig so hoch wie der Falke und dann darueber hinaus, so daß ich suchte
ueber die ganze Erde. Aber etwas war falsch. Warum fuehle ich mich so kalt und allein?
"Dir wuchsen Fluegel ohne mich", sagte mein Herz. "Was nuetzt die Freiheit ohne Liebe?" Also ging ich leise an das Bett eines kranken Kindes und sang ihm ein Wiegenlied. Er schlief ein, laechelnd und mein
Herz nahm, Fuegten meinen Geist, wie er kreiste ueber der Erde. Ich war frei und liebevoll, aber immer noch etwas stimmte nicht.
"Dir wuchsen Fluegel ohne mich", sagte mein Koerper. "Ihre Fluege sind nur Einbildung." So suchte ich in Buechern, die ich davor ignoriert habe und las ueber die Heiligen aller Zeiten, die tatsaechlich
flogen. In Indien, Persien, China und Spanien (auch in Los Angeles!), Die Kraft des Geistes zu erreichen, nicht nur in das Herz, sondern in jeder Zelle des Koerpers. "Als ob die Hoehe von einem großen Adler durchgefuehrt
ist od.(wird)," St. Teresa sagte, "meine Ekstase hob mich in die Luft."
Ich fing an, an diese fantastische Leistung zu glauben, und zum ersten Mal, fuehlte ich mich nicht zurueckgelassen. Ich war der Falke und das Kind und die Heiligen. In meinen Augen wurde ihr Leben heilig, und die Wahrheit die
nach Hause kam: Wenn das ganze Leben als goettlich gesehen wird, wachsen jedem Fluegel.
TANZ DES LEBENS
Ich kann nicht dem Mond entkommen. Die weichen Schatten beiseite
schieben, wie die Vorhänge in der Nacht. Ich muß es nicht
unbedingt sehen - eine kalte blaue Energie fällt auf mein Bett und ich bin wach. Ich renne in den dunklen Flur und schwinge die Tür auf, nicht um das Haus zu verlassen, aber um zurueck zugehen. "Mond, ich bin hier!", rief ich. "Gut", antwortet sie. "Nun gib uns einen Tanz."
Aber mein Körper war in Bewegung, lange bevor sie etwas sagt. Wann hat es angefangen? Ich kann mich nicht erinnern. Mein Körper ist immer in
Bewegung. Seit meiner Kindheit habe ich auf den Mond reagiert auf diese Weise, wie ihr Lieblings-Verrückter, und nicht nur ihrer. Die Sterne ziehen mich in die Nähe, nahe genug, um ihr funkeln zu sehen .Sie tanzen auch ,einen
weichen molekularen Tanz, der meine Kohlenstoffatome mit der Zeit springen lässt.
Mit weit ausgebreiteten Armen steuerte ich auf die See zu, welches einen weiteren Tanz aus mir hervorbrachte. Der Mondtanz ist langsam im
Innern, hinein und weich wie blaue Schatten auf dem Rasen. Wenn die Brandung dröhnt, höre ich das Herz der Erde, und mein Tempo nimmt dies auf. Ich fühle mich wie die Delphine ,die in den weißen Schaum springen und versuchen zu
fliegen, und fast fliegen, wenn sich die Wellen hoch in den Himmel kringeln. Ihre Flossen hinterlassen Bögen von Licht, als Planktonglanz in den Wellen.. Ihre Flossene machen einen Bogen von Licht als Plankton Glanz in den
Wellen. Eine Schule der Elritze steigt, blinkt Silbern im Mondlicht wie eine neue Konstellation. "Ah!" sagt das Meer, . "Jetzt haben wir eine Menge angesammelt ."
Ich laufe am Strand entlang, fange Wellen auf mit einem Fuß und weiche aus mit dem anderen. Ich höre leise Töne, hunderte Sandkrabben in Panik
ducken sich in ihre Löcher nur fuer den Fall. Aber ich bin jetzt am Rennen, manchmal auf meinen Zehen, manchmal mit aller Macht. Ich werfe meinen Kopf nach hinten und ein wirbelnder Nebel sagt: "Schneller, jetzt
drehen!"
Grinsend ziehe ich meinem Kopf ein ,um das Gleichgewicht zu halten, fange an mich so wild, wie ich kann zu drehen. Dies ist mein Lieblings-Tanz,
weil es ein Geheimnis enthält. Je schneller ich mich drehe, desto mehr bin ich drin. Mein Tanz ist in Bewegung ohne alles, alles im Schweigen. So sehr ich die Musik, liebe ist es die Unerhörte Musik, die niemals stirbt. Und
Schweigen ist mein echter Tanz, obwohl er sich nie bewegt. Es steht daneben, meinen Choreograf der Gnade, und segnet jeden meiner Finger und Zehen.
Ich habe jetzt den Mond und das Meer und die Delphine vergessen, aber ich bin in ihrer Freude mehr denn je. So weit entfernt wie ein Stern, so
nahe wie ein Sandkorn, die Ausstrahlung steigt, mit schimmernden Licht. Ich könnte es für immer, es ist so liebevoll und gewinnbringend. Doch berühren sie einmal, und das Licht sprießt aus der Stille. Es erschaudert und
begeistert mich, und ich weiß, mein Schicksal ist, anderen zu zeigen, dass dieses Schweigen, diese Licht, dieser Segen mein Tanz ist. Ich nehme dieses Geschenk, nur um es noch einmal zu geben. "Schnell, gib!" , sagt
das Licht.
Wie nie zuvor, versuche ich zu gehorchen, erfinde neue Schritte, neue Gesten der Freude. Auf einmal spüre ich wo ich bin, wieder laufe ich den
Hügel hinauf. Das Licht in meinem Zimmer ist immer noch an. Ich sehe es bringt mich wieder runter. Ich fange an mein klopfendes Herz zu fühlen, die Schläfrigkeit in meinen Armen, das warme Blut in meinen Beinen. Meine Zellen
wollen langsamerer Tanzen. "Können wir ein wenig gehen ?" fragen sie. "Es ist eine Art von ungezuegelt." "Klar" lache ich, und werde langsamer um leicht zu schlendern. Ich drehe die
Türklinke,leicht keuchend, froh müde zu sein. Krabble wieder ins Bett, ich erinnere mich etwas,über das ich mich immer gewundert habe. Sie sagen, dass einige der Sterne die wir am Himmel sehen, nicht wirklich gibt. Ihr
Lichtbraucht Millionen von Jahren zu uns, und alles was wir tun, ist ein Blick in die Vergangenheit, in eine vergangene Zeit, als die Sterne noch glänzen konnten.
Also, was tut ein Stern wenn er nicht mehr scheint ? "Frage ich mich." Vielleicht stirbt er ? " Ach nein, " sagt eine Stimme
in meinem Kopf ." Ein Stern kann niemals sterben. Er dreht sich einfach zu einem Lächeln und schmilzt wieder in die kosmische Musik, der Tanz des Lebens. "Ich mag diesen Gedanken, den letzten habe ich bevor ich meine
Augen schließe. Mit einem Lächeln, geh ich zurück in die Musik um selbst zu schmelzen.
WENN BABIES LÄCHELN
Wenn Träumer träumen und ihre Liebsten küssen. Und Regenbogen ihre Farben weben und versprühen.
Dies sind Momente, so herrlich lebendig. Wir wagen den Sprung, tauchen hinab in die Tiefe Für eine Weile schweben wir. Dies sind Momente, wenn Babys lächeln
Dies sind Momente, da das Schicksal entsiegelt wird. Nichts ist unmöglich und wir sind geheilt Wir können uns emporschwingen, wir können fliegen. Über das Feuer laufen, den Himmel erkunden
Im Licht eines funkelnden Sterns. Es gibt keine Weiten, nichts ist fern. Dies sind Momente der unschuldigen List In diesem Glanz sind wir für eine Weile befreit. Verweilen wir.. Dies sind Momente, wenn Babys lächeln
Dies sind Momente, da das Herz zärtlich wird. Wenn Meereslandschaften gleißen in überwältigender Pracht Wenn das Gelächter des Himmels auf der Erde widerhallt. Und wir werden wiedergeboren.. In zeitloser Ewigkeit
In einer Bruderschaft der Engel. Wir wirbeln herum und drehen uns. Der Spielplatz unserer Seele Im Zwielichtsind wir für eine Weile befreit. Dies sind Momente, wenn Babys lächeln
Dies sind Momente, da wir eins sind mit Gott. Alles ist gut, nichts ist sonderbar. In stiller Besinnung
Fühlen wir unsere Vollkommenheit. Wir sind die Quelle, wir sind der Tiegel. Nichts kann uns verletzen, denn wir sind unbesiegbar.
Es gibt keine Sünde, keinen Sünder. Wir können nur gewinnen, wir können den Funken spüren. In der Glückseligkeit Schwebend für eine Weile. Dies sind Momente, wenn Babys lächeln
Königreiche stürzen, verlieren ihre Macht. Zivilisationen zerfallen, Zeitalter vergehen. Turbulente Stürme verwüsten die Meere. Gewaltsame Morde, ungeachtet unserer Bitten . Doch Tautropfen schimmern, wenn Kinder spielen.
Tyrannen schreien, es gibt nichts zu töten. Feen tanzen und Kobolde singen. Alle werden gekrönt, alle sind König. Im Gartentoben wir eine Weile umher.. Dies sind Momente, wenn Babys lächeln.
ABER DAS HERZ SAGTE NEIN
Sie sahen die Armen in dürftigen Bretterbaracken leben, und so rissen sie die Hütten nieder und bauten Sozialwohnungen. Riesige Blöcke aus Zement
und Glas ragten über Asphalt- Parkplätzen auf. Doch irgendwie sah das nicht nach einem wirklichen Zuhause aus, sondern auch nur wie eine Wohnung in einer Baracke."Was erwartet ihr?" fragten sie voller Ungeduld.
"Ihr seid zu arm, um so zu leben wie wir. So lange, bis ihr selbst besser für euch sorgen könnt, solltet ihr dankbar sein, nicht wahr?" Der Kopf sagte Ja, doch das Herz sagte Nein.
Sie benötigten mehr Strom
in der Stadt, und so bauten sie einen Staudamm an einem Gebirgsfluß. Als das Wasser stieg, wurden tote Kaninchen und Rehe herangeschwemmt; Vogelbabys, zu jung, um schon fliegen zu können, ertranken in ihren Nestern, während
ihre Mütter hilflos schrien."Es ist kein schöner Anblick" sagten sie, "aber nun können eine Million Menschen ihre Klimaanlagen den ganzen Sommer über betreiben. Das ist doch wichtiger als ein Gebirgsfluß, nicht
wahr?" Der Kopf sagte Ja, doch das Herz sagte Nein.
Sie sahen Unterdrückung und Terrorismus in einem weit entfernten Land, und so führten sieKrieg dagegen.Bomben legten das Land in Schutt und Asche. Die
Bevölkerung duckte sich verängstigt, und täglich wurden mehr Dorfbewohner in rohen Holzsärgen beerdigt."Ihr müßt bereit sein, Opfer zu bringen" sagten sie. "Und wenn dabei Unschuldige verletzt werden - ist das
nicht einfach der Preis, den man für den Frieden bezahlen muß?" Der Kopf sagte Ja, doch das Herz sagte Nein.
Die Jahre vergingen, und sie wurden alt. Und während sie in ihren bequemen Häusern saßen, zogen sie
Bilanz. "Wir hatten ein gutes Leben" sagten sie, "und wir haben alles richtig gemacht."Ihre Kinder senkten den Blick und fragten, warum Armut, Umweltverschmutzung und Krieg noch immer unbewältigt
waren."Das werdet ihr schon bald herausfinden" antworteten sie. "Menschen sind schwach und egoistisch. Ungeachtet all unserer Bemühungen werden diese Probleme niemals wirklich enden."
Der Kopf sagte Ja, doch die Kinder blickten in ihre Herzen und flüsterten "Nein!"
KINDER DIESER WELT
Kinder der Erde, wir werden es tun. Wir werden uns treffen an endlosen Stränden. Werden Sandburgen bauen und die Segel setzen Während die Menschen
kämpfen und ihren Standpunkt vertreten. Immer wieder neue Masken aufsetzen. Werden wir auf der Welle der Zeit schaukeln und es tun. Kinder der Erde, wir werden es tun. Mit Gesang und Tanz und unschuldiger Glückseligkeit
Und dem sanften Streicheln eines liebenden Kusses, werden wir es tun..
Während Händler handeln und um den Preis feilschen und Politiker so hart versuchen nett zu sein.
Werden wir Sandburgen bauen und die Segel setzen, wir werden es tun..
Während Anwälte streiten und Ärzte behandeln. Börsenmakler den Preis von Fleisch berechnen.
Während Priester predigen und die Glocken läuten. Schwindler etwas verkaufen wollen. Werden wir singen und tanzen in unschuldiger Glückseligkeit. Mit dem sanften Streicheln eines liebenden Kusses, wir werden es tun..
Uns treffen an endlosen Stränden, Sandburgen bauen, die Segel setzen, wir werden es tun.. Wir werden auf dem Regenbogen reiten, den Wolken, dem Sturm. Im Wind fliegen, wir werden unsere Gestalt verändern
Wir werden die Sterne berühren, den Mond umarmen. Wir werden die Grenzen durchbrechen und bald schon ankommen
Während Architekten ihre Gebäude bauen und Gewerkschaften lautstark protestieren
Während Vorstandsgezanke Hitze hervorbringt und Dealer sich an geheimen Orten treffen Werden wir singen und tanzen in unschuldiger Glückseligkeit mit dem sanften Streicheln eines liebenden Kusses, wir werden es tun..
Während Philosophen sich raufen und sich endlos in weiteren Zwickmühlen über Körper und Geist verlieren. Physiker irren und weiter nachsinnen über die beständigen Fragen von Raum und Zeit
Archäologen untersuchen und weiter graben nach vergangenen Schätzen groß und Klein. Psychologen testen und die Tränen analyzer Von hysterischen Gedanken, Phobien und Ängsten
Während Priester die Beichte abnehmen iIn
ernster Sitzung und Menschen streiten im Trubel in Lärm und Krach über die Bedeutung von Sünde, werden wir die Sterne berühren, den Mond umarmen die Grenzen überwinden und bald dort ankommen, auf dem Regenbogen reiten, der
Wolke, dem Sturm, im Wind fliegen, unsere Gestalt verändern..
Kinder der Erde, wir werden es tun.. Mit Gesang und Tanz und unschuldiger Glückseligkeit Dem sanften Streicheln eines liebenden Kusses
Werden wir es tun..
UND DIE ELEFANTEN ZIEHEN WEITER
Ein merkwürdige Tatsache bei Elefanten ist folgendes: Um zu überleben, dürfen sie nicht hinfallen. Jedes andere Tier kann straucheln und
wieder aufstehen. Aber ein Elefant steht immer, sogar beim schlafen. Wenn einer in der Herde strauchelt und hinfällt ist er hilflos. Er liegt auf der Seite als ein Gefangener seines eigenen Gewichts. Obwohl die anderen
Elefanten sich besorgt um ihn drängen und versuchen, ihn wieder hoch zu bekommen, können sie normalerweise nicht viel tun. Der gefallene Elefant stirbt, mit langsamen, schleppenden Atemzügen. Die anderen halten noch eine
Nachtwache und gehen dann langsam von dannen.
So habe ich es aus Naturbüchern gelernt, aber ich frage mich, ob sie Recht haben. Gibt es nicht vielleicht noch einen anderen Grund, weshalb Elefanten nicht hinfallen
können? Vielleicht haben sie einfach selbst entschieden es nicht zu tun. „Nicht Hinfallen“ ist ihre Berufung. Als die weisesten und geduldigsten aller Tiere haben sie einen Vertrag geschlossen- ich stelle mir vor, es war vor
Äonen von Jahren, gerade als die Eiszeit vorrüber war. In großen Herden zogen sie über das Angesicht der Erde, die Elefanten sahen zum erstenmal kleine Menschen,die mit ihren Feuerstein-Pfeilen durchs hohe Gras
streiften.„Welche Furcht und Zorn diese Geschöpfe haben“ dachten die Elefanten. „Aber sie werden die Erde erobern. Wir sind weise genug, das zu sehen. Lasst uns für sie ein Beispiel sein.“
Dann steckten die Elefanten
ihre grauen Köpfe zusammen und überlegten. Welches Beispiel könnten sie den Menschen sein? Sie könnten ihnen zeigen, daß ihre Kraft viel größer ist als deren, das wäre sicherlich wahr. Sie könnten ihnen ihren Zorn spüren
lassen, der sicher furchtbar genug wäre, den ganzen Urwald zu entwurzeln. Oder sie könnten über die Menschen herrschen durch die Angst, sie könnten ihre Felder zertrampeln und ihre Hütten zerstören. In Momenten größten
Erdrusses tun wilde Elefanten all diese Dinge, aber als diese Gruppe, die ihre Köpfe zusammensteckte, entschieden sie, daß der Mensch durch eine freundlichere Botschaft besser lernen würde.
„Lasst uns ihnen unsere
Ehrfurcht vor dem Leben zeigen“ sagten sie. Und von dem Tag an waren Elefanten ruhige, geduldige und freundliche Geschöpfe. Sie ließen die Menschen auf sich reiten und ließen sich von ihnen einspannen wie Sklaven. Sie erlaubten
Kindern über ihre Tricks im Zirkus zu lachen, verbannt von den großen Ebenen Afrikas wo sie einst als Könige lebten. Aber die wichtigste Botschaft der Elefanten liegt in ihrer Bewegung. Sie wissen, das Leben Bewegung
bedeutet. Dämmerung nach Dämmerung, Zeitalter nach Zeitalter, marschieren die Herden weiter, eine große niemals fallende Masse von Leben, eine unaufhaltsame Kraft des Friedens.
Unschuldige Tiere, sie erwarten nicht daß
sie nach all der Zeit zu Tausenden von Kugeln getroffen werden. Sie werden im Staub liegen, verstümmelt von unserer schamlosen Gier. Die großen Elefantenbullen fallen als erstes, um aus ihren Stoßzähnen Tand herzustellen. Dann
fallen die Elefantenkühe, damit der Mensch sie als Trophäen haben kann. Die Jungtiere laufen davon, schreiend vom Geruch des Blutes ihrer eigenen Mütter, aber es bringt ihnen nichts vor den Gewehren zu flüchten. Auch sie werden
sterben, leise, weil sich niemand um siekümmert, und ihre Knochen werden in der Sonne ausbleichen.
Umgeben von all diesem Sterben könnten die Elefanten einfach aufgeben. Alles was sie tun müssten wäre hinzufallen. Das
würde reichen. Sie brauchen keine Kugel: Die Natur hat sie mit der Würde ausgezeichnet sich einfach hinzulegen um ihren Frieden zu finden. Aber sie erinnern sich an ihren althergebrachten Packt, an ihr Versprechen an uns, das
ist ihnen heilig. Darum marschieren die Elefanten voran, und jeder Schritt hämmert Worte in den Staub: "Schau, lerne, liebe. Schau, lerne, liebe." Kannst du sie hören?Eines Tages, einem Tag der Schande, werden die
Geister von zehntausend Herren der Prärie sagen: "Wir hassen euch nicht. Begreift ihr am Ende nicht doch? Wir waren bereit zu fallen, damit ihr, liebe kleine Wesen, nie wieder fallen werdet."
DER KNABE UND DAS KISSEN
Ein kluger Vater wollte seinem jungen Sohn eine Lehre erteilen."Hier ist ein Kissen, das in Seidenbrokat gehüllt und mit den edelsten
Gänsedaunen des Landes gestopft ist" sagte er. "Geh damit in die Stadt und schau, was es dir einbringen wird." Zuerst ging der Junge zum Marktplatz, wo er einen wohlhabenden Federhändler sah. "Was würden
Sie mir für dieses Kissen geben?" fragte er. Der Kaufmann verengte seine Augen. "Ich gebe dir fünfzig Golddukaten, denn ich sehe, daß dies wirklich eine seltene Kostbarkeit ist." Der Junge dankte ihm und ging
weiter.Als nächstes sah er eine Bäuerin, die am Straßenrand Gemüse verkaufte. "Was würden Sie mir für dieses Kissen geben?" fragte er. Sie befühlte es und rief aus: "Wie weich es ist! Ich gebe dir ein
Silberstück, denn ich würde zu gern meinen müden Kopf auf ein solches Kissen legen."
Der Junge dankte ihr und ging weiter.Schließlich sah er ein junges Bauernmädchen, das die Stufen einer Kirche putzte. "Was
würdest du mir für dieses Kissen geben?" fragte er. Sie sah ihn mit einem seltsamen Lächeln an und antwortete: "Ich gebe dir einen Penny, denn weißt du, dein Kissen ist hart verglichen mit diesen Steinen."Ohne zu
zögern legte der Junge ihr das Kissen zu Füßen. Als er nach Hause kam, sagte er zu seinem Vater: "Ich habe den besten Preis für dein Kissen erzielt." Und er hielt ihm den Penny hin.
"Was?" schrie sein Vater auf. "Dieses Kissen war mindestens hundert Golddukaten wert."
"Das dachte auch ein wohlhabender Händler" sagte der Junge, "doch habgierig, wie er war, bot er
mir fünfzig an. Ich bekam ein besseres Angebot als dieses. Eine Bäuerin bot mir ein Silberstück an."
"Bist du verrückt?" sagte sein Vater. "Seit wann ist ein Silberstück mehr wert als fünfzigGolddukaten?" "Wenn es aus Liebe angeboten wird" antwortete der Junge. "Hätte sie mir mehr gegeben,
wäre sie nicht mehr imstande gewesen, ihre Kinder zu ernähren. Und doch bekam ich einnoch besseres Angebot als dieses. Ein Bauernmädchen, das die Stufen einer Kirche putzte, bot mir diesen Penny an."
"Du hast vollkommen den Verstand verloren" sagte sein Vater und schüttelte den Kopf. "Seit wann ist ein Penny mehr wert als ein Silberstück?" "Wenn es aus Aufopferung angeboten wird" antwortete
der Junge. "Weil sie für ihren Herrn arbeitete und die Stufen Seines Hauses ihr weicher schienen als jedes Kissen. Ärmer als die Ärmsten hatte sie dennoch Zeit für Gott. Und deshalb bot ich ihr das Kissen an."
Da lächelte der kluge Vater und umarmte seinen Sohn, und mit Tränen in den Augen murmelte er: "Du hast gut gelernt."
GENUG FÜR HEUTE
Tanzproben können bis nach Mitternacht dauern, aber dieses Mal hörte ich um zehn auf. "Ich hoffe, es macht dir nichts aus" sagte ich und blickte
auf, "aber für heute ist es genug." Aus dem Kontrollraum fragte eine Stimme: "Bist du in Ordnung?" „Ein wenig müde, schätze ich" sagte ich. Ich schlüpfte in eine Windjacke und machte mich auf
den Weg den Flur hinunter. Hinter mir ertönten schnelle Schritte. Ich war ziemlich sicher, wem sie gehörten."Ich kenne dich zu gut" sagte sie, als sie mich eingeholt hatte. "Was ist wirklich los?"
Ich
zögerte. "Weißt du, ich bin nicht sicher, wie das klingt - aber heute sah ich ein Bild in der Zeitung. Ein Delfin hatte sich in einem Fischernetz verfangen und ist ertrunken. An der Art, wie sein Körper in den Schnüren
verwickelt war, konnte man so viel Qual erkennen. Seine Augen waren leer, doch noch immer war da dieses Lächeln, das ein Delfin nie verliert, selbst wenn er stirbt..." Meine Stimme verklang.
Sanft legte sie ihre Hand in meine. "Ich weiß, ich weiß."
"Nein, du weißt noch nicht alles. Es ist nicht nur, dass ich traurig war, oder mir der Tatsache bewusst wurde, dass ein unschuldiges Wesen sterben
musste.Delfine lieben es, zu tanzen - unter all den Geschöpfen im Meer ist dies ihre Besonderheit. Sie verlangen nichts von uns, sie tollen in den Wellen herum, während wir staunend daneben stehen.Sie eilen den Schiffen voraus
- nicht um als Erste ans Ziel zu gelangen, sondern um uns zu erzählen: 'Es ist alles nur ein Spiel. Bleib auf deinem Kurs, aber tanze dabei.' "Und so stand da, mitten in der Probe, und dachte: 'Sie haben einen Tanz
getötet.' Und da schien es mir das einzig Richtige zu sein, meinen Tanz zu beenden.Es liegt nicht in meiner Macht, den Tanz davor zu bewahren, getötet zu werden...aber zumindest kann ich innehalten, um seiner zu gedenken, von
einem Tänzer zum anderen. Macht das für Dich Sinn?"
Ihre Augen blickten mich zärtlich an."Natürlich, in gewisser Weise. Wir werden wohl viele Jahre warten müssen, bis sie alle sich einigen, wie man dieses
Problem lösen kann. So viele verschiedene Interessen sind darin verwickelt. Aber es ist zu entmutigend, zu warten, ob es morgen vielleicht besser wird. Dein Herz wollte sich jetzt mitteilen."
"Ja" sagte ich und schob die Tür für sie auf."Ich hatte nur einfach dieses Gefühl, und ich denke, für heute ist es genug."
HEILE DIE WELT
Es gibt einen Platz in Deinem Herzen und ich weiß, dass es Liebe ist
Und dieser Platz könnte schon morgen viel heller scheinen, und wenn du es wirklich versuchst Wirst du sehen, es gibt keinen Grund zu weinen. Ich spüre es, an diesem Ort gibt es keinen Schmerz und kein Leid
Es ist möglich, dorthin zu gelangen, wenn du dich genug um die Lebenden sorgst. Schaffe ein wenig Platz, erschaffe einen besseren Ort. Heile die Welt..
Mach sie zu einem besseren Ort. Für dich und für mich und die ganze Menschheit
Menschen sterben. Wenn du dich genug um die Lebenden sorgst, dann mach sie zu einem besseren Ort Für dich und für mich..
Willst du wissen, warum es wahrhaftige Liebe gibt. Liebe ist stark, sie will nur voller Freude geben. Wenn wir es versuchen, werden wir sehen. In dieser Glückseligkeit werden wir, weder Sorgen noch Furcht spüren
Dann hören wir auf zu existieren und beginnen zu leben. Dann spüren wir, dass uns Liebe genügt Um zu wachsen schaffe eine bessere Welt. Schaffe eine bessere Welt.. Heile die Welt.
Mach sie zu einem besseren Ort. Für dich und für mich und die ganze Menschheit
Menschen sterben. Wenn du dich genug um die Lebenden sorgst, dann mach sie zu einem besseren Ort Für dich und für mich..
Und der Traum, in dem wir ersonnen wurden, wird sein freudiges Gesicht offenbaren. Und die Welt, an die wir einst glaubten, wird erneut in Liebreiz erstrahlen.
Warum ersticken wir das Leben, verwunden diese Erde,
quälen ihre Seele, obwohl man deutlich sehen kann, dass diese Welt paradiesisch ist. Wir könnten Gottes Leuchten sein. Wir könnten so hoch fliegen. Lasst unsere Seelen niemals sterben
In meinem Herzen fühle ich, ihr alle seid meine Brüder. Erschaffe eine Welt ohne Furcht. Zusammen werden wir Freudentränen weinen und die Völker tauschen ihre Schwerter zu Pflugscharen.
Wir könnten wirklich dorthin gelangen. Wenn du dich nur genug um die Lebenden sorgst. Schaffe ein wenig Platz. Erschaffe einen besseren Ort. Heile die Welt.
Mach sie zu einem besseren Ort. Für dich und für mich und die ganze Menschheit.
KINDER
Kinder zeigen mir in ihrem spielerischen Lächeln das Göttliche, das in einem Jeden innewohnt. Diese schlichte Güte leuchtet geradewegs aus ihren Herzen.Dies sollte
uns so viel lehren. Wenn ein Kind Schokoladeneis möchte, bittet es einfach darum. Erwachsene verfangen sich in Überlegungen, ob sie das Eis essen sollen oder nicht. Ein Kind genießt einfach.. Was wir von den Kindern lernen
müssen, ist nicht kindisch. Mit ihnen zusammen zu sein, verbindet uns mit der tiefen Weisheit des Lebens, welche allgegenwärtig ist und nur gelebt werden will. Jetzt, wo die Welt so verworren ist und ihre Probleme so groß,
spüre ich, wir brauchen unsere Kinder mehr denn je. Ihre selbstverständliche Weisheit zeigt uns den Weg zu Lösungen, die in unseren eigenen Herzen liegen - wartend einzig darauf, erkannt zu werden.
DER FISCH, DER DURSTIG WAR
Eines Nachts schlief ein Babyfisch unter einigen Korallen, als ihm Gott im Traum erschien. "Ich möchte, daß du eine Botschaft zu all den
anderen Fischen im Ozean bringst“ sagte Gott. "Was soll ich ihnen denn sagen? " fragte der kleine Fisch.
"Sag ihnen einfach, du bist durstig" antwortete Gott. "Und dann sieh, was sie tun." Ohne ein weiteres Wort verschwand er. Am nächsten Morgen erwachte der kleine Fisch und erinnerte sich an seinen Traum.
"Was für eine seltsame Sache, die ich für Gott tun soll" dachte er bei sich. Und doch, sobald er einen großen Thunfisch vorbeischwimmen sah, meldete sich der kleine Fisch zu Wort:"Verzeihung, aber ich bin
durstig.“ "Dann mußt du ein Narr sein" sagte der Thunfisch. Und mit einer verächtlichen Bewegung seinen Schwanzes schwamm er davon.
Der kleine Fisch kam sich ziemlich töricht vor, aber er hatte seine
Anweisung. Der nächste Fisch, den er sah, war ein grinsender Hai. Unter Einhaltung eines sicheren Abstandes rief der kleine Fisch aus: "Entschuldigen Sie, mein Herr, aber ich bin durstig." "Dann mußt du
verrückt sein" sagte der Hai. Da er einen ziemlich hungrigen Blick in den Augen des Hais bemerkte, schwamm der kleine Fisch schnell davon. Den ganzen Tag hindurch traf er Dorsche und Makrelen und Schwertfische und
Zackenbarsche, doch jedes Mal, wenn er seine kurze Rede hielt, wandten ihm alle den Rücken zu und wollten nichts mit ihm zu tun haben. Der kleine Fisch fühlte sich hoffnungslos und durcheinander, und so suchte er das weiseste
Geschöpf im Ozean auf, einen alten Blauwal mit drei Harpunen-Narben an seiner Flanke.
"Verzeihung, aber ich bin durstig!" rief der kleine Fisch aus und überlegte dabei, ob der alte Wal ihn überhaupt sehen
konnte; er war nur solch ein winziges Pünktchen. Jedoch hielt der Weise sogleich inne. "Du hast Gott gesehen, nicht wahr?" sagte er. "Woher weißt du das?"
"Weil ich einst ebenfalls durstig war“ lachte der alte Wal. Der kleine Fisch war sehr überrascht. "Bitte sag mir, was diese Botschaft von Gott bedeutet“flehte er.
"Es bedeutet, dass wir Ihn an den
falschen Orten suchen" erklärte ihm der alte Wal. "Wir suchen Gott überall, doch irgendwie ist Er nicht da. Also sagen wir uns und werfen Ihm vor, daß Er uns vergessen haben muß. Oder wir entscheiden, daß Er uns vor
langer Zeit schon verlassen hat, falls Er überhaupt jemals da war." "Wie seltsam“ sagte der kleine Fisch, "etwas zu vermissen, was überall um uns herum ist." "Sehr seltsam" stimmte der alte Wal
zu. "Erinnert es dich nicht an Fische, die sagen, sie seien durstig?"
MUTTER
Äonen der Zeit wurde ich getragen. Zögerte, Form anzunehmen und diese kosmische Empfängnis zu offenbaren
Ein grandioser Empfang auf dieser Erde und dann, eines schicksalhaften Morgens im August. Wurde ich aus deinem Sein geboren. Mit zärtlicher Liebe nährtest du einen Keim. Deiner eigenen Qual schenktest du keine Beachtung
Ungeachtet aller Risiken und jeder Gefahr entschiedest du dich für diesen einsamen Fremdling.
Regenbögen, Wolken, der tiefblaue Himmel. Schillernde Vögel, die hoch hinauf fliegen
Aus Bruchstücken hast du aus mir ein Ganzes gemacht. Aus Bausteinen formtest du meine Seele. Liebe Mutter, du hast mir Leben geschenkt. Um deinetwillen, kein Kampf und kein Streit.
Du schenktest mir Freude und einen Platz. Sorgtest bedingungslos für mich und sollte ich jemals diese Welt ändern, dann dank der Gefühle, die du in mir entfaltet hast. Deine Barmherzigkeit ist so süß und lieb.
Ich kann deine zartesten Gefühle hören, ich kann deine leisesten Gedanken fühlen. Den wundersamen Zauber deines Liebestranks.
Und nun, wo ich so weit gekommen bin. Jeden König und jeden Zaren traf. Jeder Farbe und jeder Überzeugung begegnete
Jeder Leidenschaft und Gier. Gehe ich zurück zu jener sternenklaren Nacht. Furchtlos vor jeder Stärke und Gewalt. Du lehrtest mich, wie man aufsteht und kämpft. Für jedes einzelne Unrecht und Recht. An jedem Tag ohne Halt,
weiß ich zu schätzen, was du geformt hast. Ich werde mich an jeden Kuss erinnern, will niemals deine süßen Worte missen, ganz gleich wohin ich gehe.. Du bist in meinem Herzen, meine liebe Mutter.
MAGIE
Meine Vorstellung von Magie hat nicht viel mit Bühnentricks und Illusionen zu tun. Die ganze Welt ist voller Magie. Wenn sich ein Wal aus dem Ozean erhebt wie ein
neugeborener Berg, keucht man ob des unerwarteten Entzückens. Welche Magie! Doch ein kleines Kind, das seine erste Kaulquappe in einer Schlammpfütze aufleuchten sieht, fühlt die gleiche Erregung. Erstaunen erfüllt sein Herz,
weil es für einen kurzen Augenblick die Verspieltheit des Lebens gesehen hat.
Wenn ich beobachte, wie die Wolken ganz plötzlich von einem schneebedeckten Gipfel fortgeweht werden, möchte ich am liebsten
"Bravo!" rufen. Die Natur, der beste aller Magier, ließ uns einen weiteren Nervenkitzel zuteil werden. Sie zeigte uns die wahre Illusion - unser Unvermögen, über ihre Wunder zu staunen. Jedes Mal, wenn die Sonne
aufgeht, wiederholt die Natur ihre Anweisung: "Schau!" Ihre Magie ist unendlich verschwenderisch, und alles, was wir als Gegenleistung tun müssen, ist, dies zu würdigen.
Welche Freude muss die Natur verspüren,
wenn sie aus wirbelnden Gasen und leerem RaumSterne erschafft. Sie verstreut sie wie Pailletten auf einem samtenen Umhang, eine Milliarde Gründe für uns, in reiner Freude zu erwachen. Wenn wir unsere Herzen öffnen und dankbar
sind für alles, was sie uns geschenkt hat, findet die Natur ihre Belohnung. Der Klang des Beifalls braust durch das Universum, und sie verneigt sich.
DIE SPUREN DER ALTEN
Er hatte sein ganzes Leben lang in der Wüste gelebt, doch für mich war alles neu."Siehst du die Fußspuren im Sand?" fragte er und deutete
auf eine Stelle bei der Klippe. Ich schaute angestrengt. "Nein, ich sehe überhaupt nichts."
"Das ist genau der Punkt." Er lachte. "Dort, wo du keine Fußspuren sehen kannst, sind einst die Alten gegangen." Wir gingen ein Stückchen weiter, und er wies auf eine Öffnung hoch oben in der
Sandsteinwand."Siehst du das Haus dort?" fragte er. Ich blinzelte angestrengt. "Da ist nichts zu sehen."
"Du bist ein guter Schüler." Er lächelte. "Dort, wo es kein Dach und keinen Schornstein gibt, haben die Alten wahrscheinlich gelebt." Wir folgten einer Wegbiegung und ein märchenhafter Anblick eröffnete
sich uns - Tausende und Abertausende Wüstenblumen in der Blüte. "Siehst du irgendetwas, das fehlt?" fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf. "Dort wogt einfach nur Welle um Welle der Schönheit."
"Ja" sagte er mit leiser Stimme. "Dort, wo nichts fehlt, haben die Alten die meisten Ernten eingebracht." Ich dachte über all das nach; darüber, wie einst Generationen in Harmonie mit der Erde lebten,
keine Spuren hinterlassend, die auf die Orte hinwiesen, die sie einst bevölkert hatten.Als wir in dieser Nacht lagerten, sagte ich: "Du hast eins vergessen." "Und was ist das?" fragte er.
"Wo sind die Alten begraben?"
Wortlos stieß er seinen Stock ins Feuer. Eine helle Flamme schoß empor, züngelte in der Luft und verschwand.Mein Lehrer warf mir einen Blick zu, um zu sehen, ob ich diese Lektion
begriff. Ich saß dort sehr still, und mein Schweigen sagte ihm, ich hatte verstanden.
UNSCHULD
Es ist leicht, Unschuld mit Einfältigkeit oder Naivität zu verwechseln. Wir alle wollen weltgewandt erscheinen; wir alle wollen souverän erscheinen. Unschuldig zu
sein, bedeutet, "unnormal“ zu sein. Dennoch liegt eine tiefe Wahrheit in der Unschuld. Ein Baby schaut in die Augen seiner Mutter, und alles, was es sieht, ist Liebe. Wenn die Unschuld schwindet, nehmen
komplexere Dinge ihren Platz ein. Wir denken, wir müssen andere überflügeln und Pläne schmieden, um zu erlangen, was wir wollen. Wir beginnen, eine Menge Energie dafür aufzuwenden, uns selbst zu schützen. Dann entwickelt sich
das Leben zu einem Kampf. Die Menschen haben keine andere Wahl, als clever zu sein. Wie sonst können sie überleben?
Im Prinzip bedeutet Überleben, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind, und zu reagieren. Es bedeutet,
aufrichtig zu sein. Und das ist es, was Unschuld ist. Einfach und vertrauensvoll wie ein Kind zu sein, unvoreingenommen und nicht auf einem begrenzten Standpunkt verharrend. In einem Muster aus Denken und Reagieren gefangen zu
sein, lähmt die Kreativität. Die Frische und die Magie des Augenblicks geht verloren. Besinnt man sich darauf, unschuldig zu sein, dann wird diese Frische niemals vergehen.
VERTRAUEN
Als ich einmal Eichhörnchen im Park fütterte, bemerkte ich ein kleines, das mir nicht zu trauen schien. Während die anderen nahe genug herankamen, um aus
meiner Hand zu fressen,hielt dieses Eichhörnchen Abstand. Ich warf eine Erdnuss in seine Richtung. Es bewegte sichlangsam darauf zu, ergriff sie ängstlich und lief davon.Beim nächsten Mal muss es wohl weniger verängstigt
gewesen sein, denn es kam ein wenig näher heran. Je sicherer es sich fühlte, desto mehr vertraute es mir. Schließlich saß es, ebensomutig wie jedes andere Eichhörnchen, direkt zu meinen Füßen und schrie nach der nächsten
Erdnuss.
So ist Vertrauen - es scheint immer auf Vertrauen in sich selbst hinauszulaufen. Andere können die Angst nicht für dich überwinden; du selbst musst es tun. Das ist schwer, denn Ängste und Zweifel haben dich
fest im Griff. Wir haben Angst vor Zurückweisungen, und davor, aufs Neue verletzt zu werden. Und so wahren wir einen Sicherheitsabstand. Wir denken, uns von anderen fernzuhalten würde uns schützen; doch das funktioniert nicht.
Es gibt uns nur das Gefühl, allein und ungeliebt zu sein.
Selbstvertrauen beginnt damit, zu verstehen, dass es in Ordnung ist, Angst zu haben. Angst zu haben ist nicht das Problem, denn jeder fühlt sich manchmal
ängstlich und unsicher. Das Problem ist, nicht ehrlich genug zu sein, die Angst zuzulassen. Akzeptiere ich meine eigenen Zweifel und meine Unsicherheit, so bin ich aufgeschlossener für andere Menschen. Je näherich mir selbst
komme, desto stärker werde ich, da ich begreife, dass mein wirkliches Selbst soviel größer ist als jede Angst. Nimmt man sich selbst vollständig an, erlangt auch das Vertrauen Vollkommenheit.Menschen werden nicht länger
getrennt sein, denn es existieren keine inneren Trennungen mehr.Und in dem Raum, wo einst die Angst lebte, darf nun die Liebe wachsen.
MUT
Es ist eigenartig, wozu man Mut braucht und wozu nicht. Wenn ich auf der Bühne vor Tausende von Menschen trete, finde ich nicht, daß ich mutig bin. Es kann viel mehr
Mut erfordern, einem Menschen gegenüber wahre Gefühle auszudrücken. Denke ich an Mut, so denke ich an den feigen Löwen im Zauberer von Oz. Er ist immer vor Gefahren davongelaufen. Er weinte häufig und zitterte vor Angst. Doch
ebenso teilte er seine wahren Gefühle mit denen, die er liebte, auch wenn er diese Gefühle nicht immer mochte.
Das erfordert in der Tat wirklich Mut; den Mut, völlig aufrichtig zu sein. Seine Gefühle auszudrücken
bedeutet, ganz und wahrhaftig alles zu akzeptieren, was das eigene Herz dir auch sagt. Wenn du den Mut hast, aufrichtig zu dir selbst zu sein, dann weißt du auch, wer du bist, und bist willens, dies auch den anderen zu zeigen.
Es kann dir durchaus Angst machen, weil du dich dann so verwundbar fühlst, so jeder Ablehnung ausgeliefert. Aber ohne sich selbst zu akzeptieren - das ist die andere Art Mut - ist der Mut, wie ihn Kinohelden zeigen, schal und
hohl. Bei allen Risiken eröffnet dir nur der Mut, ehrlich und aufrichtig zu sein, den Weg zur Selbsterkenntnis. Und zu dem, was wir alle suchen.. Hoffnung auf Liebe.
LIEBE
Die Liebe zu beschreiben ist eine drollige Sache. Sie ist so einfach zu empfinden, jedoch äußerst heikel, will man über sie sprechen. Ähnlich wie Seife in der
Badewanne - sie liegt in deiner Hand, bis du sie zu fest hältst.
Manche Menschen verbringen ihr Leben mit der Suche nach Liebe außerhalb ihrer selbst. Sie denken, sie müssen sie an sich reißen, um sie zu besitzen. Doch
die Liebe entgleitet ihnen wie jenes nasse Stück Seife.
Die Liebe festzuhalten ist nicht falsch, doch du mußt lernen, sie sachte zu halten, und zärtlich. Laß sie fliegen, wenn sie will. Denn wenn man es ihr ermöglicht,
frei zu sein, dann macht die Liebe das Leben lebendig, fröhlich, und frisch. Sie ist der Antrieb und die Energie, die meine Musik, meinen Tanz, die alles anspornt. Solange die Liebe in meinem Herzen ist, ist sie überall.
GOTT
Es ist merkwürdig, daß es Gott nicht kümmert, sich in allen Religionen der Welt zu äußern, während die Menschen noch immer an der Vorstellung festhalten, ihr Weg sei
der einzig Wahre. Was auch immer man versucht über Gott zu sagen, irgendjemand wird daran Anstoß nehmen, selbst wenn man sagt, jede Liebe zu Gott, gleich in welcher Form, sei die Richtige.
Für mich ist es nicht das
Wichtigste, welche Gestalt Gott annimmt. Das Wichtigste ist die Bedeutung. Meine Lieder und Tänze sind nur Konturen, bis Er hinzukommt und ihnen Substanz schenkt. Ich halte Ihm nur die Rohform entgegen. Sie füllt sie mit
Liebreiz.
Ich blickte in den Nachthimmel hinauf und sah die Sterne so nah und so vertraut; es war, als hätte meine Großmutter sie für mich gemacht. "Wie üppig, wie kostbar" dachte ich. In diesem Augenblick
sah ich Gott in Seiner Schöpfung.Mühelos konnte ich Sie in der Schönheit eines Regenbogens, in der Anmut eines Hirsches, der über eine Wiese springt, in der Wahrheit eines väterlichen Kusses erkennen.Doch der süßeste Kontakt
mit Gott hat keine Gestalt für mich.Ich schließe meine Augen, schaue in mich hinein und finde ein tiefes, sanftes Schweigen.Gottes unendliche Schöpfung umfängt mich. Wir sind eins.
WIE ICH MUSIK MACHE
Die Menschen fragen mich, wie ich Musik mache. Ich sage ihnen, ich gehe einfach hinein. Es ist, als würde man in einen Fluß springen und sich der
Strömung hingeben. Jeder Moment in diesem Fluß hat sein ganz eigenes Lied. Darum verweile ich im Augenblick und lausche.
Was ich höre, ist niemals das Gleiche. Ein Spaziergang durch den Wald bringt ein
leichtes,knisterndes Lied mit sich: Blätter rascheln im Wind, Vögel zwitschern und Eichhörnchenschimpfen, Zweige knacken unter den Füßen, und das Pochen meines Herzens hält alleszusammen.Wenn du dich der Strömung überlässt,
dann ist die Musik innen und außen, und beide sindeins. Solange ich dem Augenblick lauschen kann, werde ich immer Musik in mir haben.
DIE LETZTE TRÄNE
Deine Worte stachen direkt in mein Herz und ich weinte schmerzhafte Tränen.
"Geh weg!" rief ich. "Das sind die letzten Tränen, die ich je um dich weinen werde." Du gingst.
Ich wartete Stunden, doch du kamst nicht zurück.Ganz allein in dieser Nacht weinte ich Tränen der Enttäuschung.
Ich wartete Wochen, aber du hattest nichts zu sagen.Ich gedachte deiner Stimme und ich weinte Tränen der Einsamkeit.
Ich wartete Monate, doch du gabst mir kein Zeichen.In den Tiefen meines Herzens weinte ich Tränen der Verzweiflung.
Wie seltsam, dass all diese Tränen die Verletzlichkeit nicht wegwaschen konnten!Dann durchbohrte ein
Gedanke der Liebe meine Verbitterung.Ich erinnerte deiner im Sonnenlicht, mit einem Lächeln, so süss wie Maiwein.Eine Träne der Dankbarkeit suchte sich ihren Weg und wie durch ein Wunder warst du zurück. Sanfte Finger berührten
meine Wangen und du beugtest dich über mich für einen Kuss. "Warum bist du gekommen?" flüsterte ich.
"Um deine letzte Träne wegzuwischen", antwortetest du."Die eine, die du für mich aufgehoben hattest."
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